23.01.2026 | Zentrale der BBT-Gruppe

Mit einer hybriden Abschlussveranstaltung am 22. Januar hat die BBT-Gruppe ihr Jubiläumsjahr „175 Jahre Barmherzige Brüder von Maria-Hilf“ beendet. Über zwölf Monate hinweg hatte das Jubiläum Einrichtungen und Mitarbeitende in allen Regionen begleitet – in einer Zeit, die von großen Herausforderungen im Gesundheits- und Sozialwesen geprägt war. Der Leitgedanke „Mit Mut und Freude weiter“ zog sich dabei wie ein roter Faden durch zahlreiche Begegnungen, spirituelle Impulse und gemeinschaftliche Aktionen.
Zum
Abschluss kamen Mitarbeitende an sieben Standorten zu zeitgleichen Andachten
zusammen. Musik, Texte und Momente der Stille griffen zentrale Themen des
Jubiläumsjahres auf: Verantwortung füreinander, Gemeinschaft über Entfernungen
hinweg und den gemeinsamen Blick nach vorn. Bei der anschließenden Feier wurden
die Standorte über Streamingtechnik miteinander verbunden, sodass ein
lebendiger Austausch entstand. Die Veranstaltung knüpfte damit an die
Auftaktfeier im Januar 2025 an, an der mehr als 850 Mitarbeitende an neun
Standorten teilgenommen hatten.
Rückblickend
wurde noch einmal sichtbar, wie vielfältig das Jubiläumsjahr gestaltet war. Ein
Höhepunkt war dasFest der Dienstgemeinschaft im Juni 2025 in Trier mit rund
1.500 Teilnehmenden. Symbolische Aktionen wie Radpilgern oder Fußpilgern zum
Fest nach Trier unterstrichen den Gedanken des gemeinsamen Unterwegsseins. Als
sichtbares Zeichen für den Zusammenhalt und das gemeinsame Ziel wurden in allen
Regionen der BBT-Gruppe Wegweiser aufgestellt. Jede Richtung zeigt auf eine
Region in der Gruppe und ist mit einer symbolischen Kilometerangabe versehen.
Jeder Pfeil wurde von der jeweiligen Region selbst gestaltet und spiegelt ihre
Besonderheiten wider. Darüber hinaus wurden 22 Jubiläumsbäume vor verschiedenen
Einrichtungen BBT-Gruppe gepflanzt. Gepflanzt wurde die Echte Mehlbeere, eine
klimaresistente und anpassungsfähige Baumart. Sie steht symbolisch für eine
Dienstgemeinschaft, die sich den Veränderungen ihrer Zeit stellt und in
Bewegung bleibt.
Besondere Aufmerksamkeit bei der Abschlussveranstaltung erhielt auch ein persönlicher Beitrag aus den Reihen der Mitarbeitenden: Eine Mitarbeiterin des Hohenloher Krankenhauses übergab der Ordensgemeinschaft drei handgeknüpfte Teppiche – ein Porträt des seligen Ordensgründers Peter Friedhofen sowie das Jubiläumslogo und das Vater Unser – als Zeichen ihrer persönlichen Verbundenheit und Dankbarkeit.

Ein
weiterer Programmpunkt war die Vorstellung einer neuen Chronik der Barmherzigen
Brüder von Maria-Hilf und der BBT-Gruppe. In einem Forschungsprojekt haben
Ordensarchivar Dr. Jens Fachbach und Prof. Dr. Bernhard Schneider, Theologische
Fakultät Trier, die Geschichte des Ordens und des Unternehmens aufgearbeitet. Die
Ergebnisse erscheinen in einer zweibändigen Chronik, deren offizielle Buchvorstellung
am 19. Februar um 17 Uhr im Tagungs-
und Gästehaus der Barmherzigen Brüder Trier geplant ist.
Zum
Abschluss der Veranstaltung richteten Dr. Frank Zils, Sprecher der
Geschäftsführung der BBT-Gruppe, und Bruder Peter Berg, Generaloberer der
Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf, das Wort an die Teilnehmenden. Beide
blickten auf ein Jahr zurück, das neben vielen freudvollen Momenten auch von
schwierigen und schmerzhaften Entscheidungen sowie herausfordernden
Rahmenbedingungen geprägt war. Das Jubiläumsjahr habe in einer Zeit
stattgefunden, die den meisten Mitarbeitenden im Alltag viel abverlangt habe.
Gerade vor diesem Hintergrund sei der gemeinsame Rückblick auf Geschichte,
Haltung und Gemeinschaft von besonderer Bedeutung gewesen.
Dr.
Frank Zils betonte, wie wichtig der offene Dialog mit den Mitarbeitenden in
dieser Zeit gewesen sei. Der Blick auf die Biografie Peter Friedhofens habe im
Jubiläumsjahr eine besondere Aktualität entfaltet. Sein Leben sei von Umwegen,
Widerständen und Brüchen geprägt gewesen, zugleich aber von Mut und einer
tiefen Zuversicht, die ihn auch in schwierigen Zeiten getragen habe. Gerade
darin liege seine Bedeutung für die Gegenwart.
Bruder
Peter Berg unterstrich, dass das Jubiläumsjahr Kraftquellen sichtbar gemacht
habe. Aus Geschichte, Begegnung und gemeinsam getragenen Erfahrungen sei neue
Zuversicht gewachsen. Veränderung sei Teil der Geschichte des Ordens und der
BBT-Gruppe und werde getragen von einer Haltung aus Glaube, Verantwortung und
Vertrauen.
Mit
regionalen Bild- und Tonbeiträgen aus den Einrichtungen klang die
Abschlussveranstaltung aus.